Kinderarmut - made in Germany

Kinderarmut fällt nicht einfach so vom Himmel. Sie ist gemacht, von uns allen - made in Germany. Auch wenn Sie es nicht glauben: Wir sind alle durch unser Verhalten Verursacher - bewusst oder unbewusst. Trotz ständiger Spendenaktionen bleiben Kinder nämlich in Armut, weil sich die Lebens- und  Arbeitsbedingungen für ihre Familien nicht ändern. Die Kinder spüren, dass sie mit dem gespendeten Wohlergehen abhängig sind vom Wohlwollen anderer. Das ist für sie beschämend und entwürdigend. Die armen Kinder Deutschlands sind „in den Brunnen gefallen“. Wir müssen sie dort herausholen, anstatt Spenden abzuwerfen, die nur dafür sorgen, dass sie dort unten etwas zu essen haben oder Schwimmwesten hinterherzuwerfen, damit sie sich über Wasser halten können.

Wir müssen aufhören Symptome zu behandeln und stattdessen endlich anfangen die Ursachen zu beseitigen:

  • in der Politik mit Wirtschafts-, Steuer-, Arbeitsmarkt- und Familienpolitik

  • in den Gewerkschaften mit stärkerem Engagement für Arbeitnehmer- und Familieninteressen

  • durch die Unternehmer mit ihrer Personal-, Lohn- und Standortpolitik

  • wir als Gesellschaft mit unserem Verbraucherverhalten und unserer Denkweise                                    

Ziele von morgen können wir nicht mit Mitteln und Methoden von gestern erreichen!

 Mit unserem bisherigen Verhalten erzielen wir im besten Falle nur die bisherigen Ergebnisse. Verhaltensänderungen sind also nötig, die zu neuen und besseren Lösungen führen.  Wir stellen Ideen zur Diskussion, die zu neuen Lösungen führen können:

  1. Kinderrechte gehören ins Grundgesetz

  2. Wir brauchen nicht nur eine marktkonforme, sondern gleichzeitig eine gesellschaftskonforme Politik

  3. Steuererleichterungen für Unternehmen werden gekoppelt an die Schaffung von Arbeitsplätzen

  4. Steuerliche Belohnung für Unternehmen, die unserer Jugend eine qualifizierte Ausbildung ermöglichen

  5. Eine Lohnpolitik, die Familien Sicherheit und Perspektive gibt, statt Niedriglohnpolitik mit Armutslöhnen, die Kinderarmut nach sich zieht

  6. Gleicher Lohn für Männer und Frauen, damit auch Alleinerziehende nicht verarmen

  7. Ausreichend Kindergartenplätze und Horte, damit Eltern auf Einkünfte nicht verzichten müssen und Zeit für ihre Familien gewinnen

  8. Unternehmer müssen stärker ihre gesellschaftliche Mitverantwortung wahrnehmen und dementsprechend handeln

  9. Unsere Gesellschaft braucht ein besseres Verbraucherbewußtsein: Billig kaufen erzeugt Billiglöhne und letztendlich Kinderarmut

  10. Wir brauchen einen fairen Umgang mit dem Thema Kinderarmut, denn Schweigen, verdrängen und unsere Vorurteile führen zu Ausgrenzung und Stigmatisierung

Wir laden Sie ein, sich an der Ideenfindung zu beteiligen und mit uns neue Wege zu finden.